Lauf Berichte & Geschichten vom Laufen

Discussion in 'Chapters' started by macsteve, Feb 7, 2016.

  1. Barefoot Robin

    Barefoot Robin
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    Ja, stimmt. Von allen Varianten kommen sie dem Barfußlaufen am nächsten. Das heißt, halt, es gibt noch eine Variante, die eine Zeit lang verfolgt hab: Billigsocken, € 2 das Stück. Mit 2 Paar übereinander kann man ca. 10km auf Asphalt laufen. Ich bin damit nicht regelmäßi gelaufen, hatte sie nur dabei, falls die Haut durchgelaufen ist, um die letzten km zu überbrücken. Hab sie fast nie gebraucht. Ständig damit zu laufen, halte ich für bedenklich bzgl. Arbeiterausbeutung und Wegwermentalität.
     
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  2. cgnkiller

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    Ich brächte da mla ein paar tipps, da sich meine vermalledeite Knochenhautentzündung am Schienbein nicht wechbekomme, bzw. wenn ich meine das ich wieder laufen kann isst sie nach einem kurzen lauf ca 6-8 Kilometern wieder da. mist bin echt gehandikapt dieses Jahr.

    gruß

    Chris
     
  3. Barefoot Robin

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    Ich hätte jetzt gesagt "barfuß laufen". :)
    Das ist eine der wenigen Verletzungen, die ich noch nie hatte. Aber ich denke mal, das ist so eine typische Überlastungsreaktion? Lauftraining runterfahren und Übungen machen, die so allgemein empfohlen werden. Bei mir war es häufig der Ehrgeiz oder Übermotivation, die mich in Verletzungen getrieben haben. Momentan genieße ich es, dass ich seit Wochen völlig beschwerdefrei bin.
    Wird dir jetzt nicht so sehr geholfen haben aber ich leide mit dir...
     
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  4. gueng

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    Vielleicht mal nächtliche Umschläge mit Pferdesalbe machen, dabei mit Plastikfolie für Luftabschluss sorgen, damit das Zeug nicht verdunstet. Eine Nacht wird natürlich nicht reichen, aber vielleicht führt regelmäßige Anwendung zu einer Besserung. Am Schienbein ist die Haut ja recht dünn, und die Diffusion der Wirkstoffe könnte funktionieren.
    Viel Erfolg!
     
  5. cgnkiller

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    Danke werde es mal versuchen mit dem Pferd und ein paar übungen mache ich auch schon täglich. Ich könnte echt heulen, da ich das laufen für meinen Rücken brauche.
     
  6. cgnkiller

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    Alle wieder gut habe gestern meinen ersten Offiziellen 10 km Lauf gemacht, ohne großartiges Training 54 min die zu erwarten waren :)
    jetzt muss ich wieder etwas tun.
     
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  7. Christian Lemburg

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    Am Wochenende bin ich endlich mal wieder zum Wandern gekommen - es war die 6. Etappe des Eifelsteigs von Kloster Steinfeld nach Blankenheim (23,5 km).

    Insgesamt muss ich leider sagen, dass ich diese Etappe für Barfüßler nicht empfehlen kann. Zwar ist der erste Abschnitt von Kloster Steinfeld nach Nettersheim (11,5 km) wirklich sehr schön und für Barfüßler angenehm zu wandern, dafür sind dann aber von Nettersheim nach Blankenheim die letzten 12 km der Strecke fast durchgängig sehr unangenehme Schotterwege (im Wanderführer "breiter Schotterweg", "Schotterweg", "breiter geschotterter Fahrweg", usw.). Aus purem Stolz habe ich die Strecke zwar ohne Einsatz meiner Notsandalen durchgezogen, dafür habe ich jetzt einige Tage danach immer noch etwas überempfindliche Füße. Das an sich sehr hübsche Urfttal und das Naturschutzgebiet Haubachtal wird dem Barfüßler so gründlich verleidet. Interessant sind die römischen Funde um Nettersheim (Görresburg, Matronenheiligtum, römische Wasserleitung und römische Siedlung). Ggf. lohnt sich also auch die Wanderung ab Kloster Steinfeld dorthin mit Rückkehr nach Steinfeld statt weiter nach Blankenheim. Prima war auf der Rückkehr der neu eingerichtete Wanderbus 770, der an Wochenenden und ausgewählten Brückentagen den Wanderer entlang der abgelegeneren Stationen des Eifelsteigs zurück in die Zivilisation bzw. zum Parkplatz bringt. In Blankenheim gibt es eine berühmte Quelle, die vielfach in Steine gefaßt in der Stadt sichtbar ist, das kühlt die im Sommer durch die zahlreichen schwarzen Treppenstufen aufgeheizten Füße.

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    Gruß,

    Christian
     
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  8. Christian Lemburg

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    Und hier noch der Bericht zur 7. Etappe des Eifelsteigs von Blankenheim nach Mirbach (17,7 km).

    Insgesamt eine schöne und abwechslungsreiche Etappe, die immer noch reichlichen Schotterpartien in den Bachtälern (besonders Lampertsbach und Mirbach) sind aufgrund älteren Schotters noch relativ gut zu bewältigen, fortgeschrittenere Schotterfähigkeit ist allerdings auch auf dieser Etappe des Eifelsteigs wieder Pflicht. Auf der Strecke von Ripsdorf nach Alendorf gibt es dafür immer wieder schöne Wiesenwege, die Kalk-Eifel-typische Wacholderlandschaft, der Ginster und die Aussicht vom Kalvarienberg bei Alendorf lohnen den Ausflug. Unterwegs gibt es mehrere interessante Kirchen zu sehen (Wehrkirche in Ripsdorf, Kapelle bei Alendorf, Kapelle in Mirbach), und die Wegführung ist durchweg unterhaltsam und mit schönen Aussichten. Die Etappe ist durch die relativ kurze Strecke und die wenigen Steigungen angenehm zu gehen. Von Mirbach bringt den Wanderer am Wochenende der schon vorher gelobte Wanderbus 770 wieder zurück nach Blankenheim. In Mirbach selbst empfiehlt sich die Einkehr in die Wanderhütte "Em Backes", die den müden Wanderer mit herzlicher Bewirtung und tollen Flammkuchen aus dem Steinofen überrascht.

    Leider bekomme ich derzeit beim Hochladen der Bilder immer eine Fehlermeldung, von daher diesmal ohne Bilder.

    Gruss,

    Christian
     
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  9. gueng

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  11. gueng

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    Heute trat an einer roten Ampel eine offenbar stark sehbehinderte ältere Frau neben mich und fragte: "Laufen Sie barfuß?" Ich antwortete: "Ja." Sie hakte nach: "Ganz barfuß?" Ich: "Ja, so, wie Gott meine Füße schuf." Erstaunt entgegnete sie: "Dann wünsche ich Ihnen alles Gute." In diesem Moment sprang die Ampel auf grün, und ich verabschiedete mich mit den Worten: "Dankeschön - es ist auch schon über 10.000 Kilometer gut gegangen :)."
     
  12. Christian Lemburg

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    Hallo zusammen, gestern bin ich bei starkem, kaltem Wind und einigem Nieselregen die 8. Etappe des Eifelsteigs von Mirbach nach Hillesheim gelaufen (ca. 26 km).

    Die Strecke von Mirbach bis zum Wasserfall Dreimühlen geht hauptsächlich durch Wald mit gelegentlichen Wiesen. Die üblichen Forst-Schotterwege sind auf dieser Etappe durchgängig relativ angenehm zu gehen, vielfach findet sich in der Mitte ein schöner Rasenbewuchs. Der Wasserfall Dreimühlen ist wirklich sehr schön, danach ist entlang des Ahbaches ein bei Nässe relativ schwieriger Abschnitt (Matsch mit darin verborgenen Felsen) gelegen, hier muss man - nicht nur als Barfußläufer - doch sehr gut aufpassen. Ab Niederehe wird die Umgebung dann wirklich abwechslungsreich und hübsch, sehr schöne Pfade wechseln sich mit ansehnlichen Örtchen wie Kerpen (mit Burg) und Berndorf (mit Wehrkirche) ab, gegen Ende nach Hillesheim hin nehmen die Wiesenpfade sehr angenehm zu, die Steigungen halten sich sehr in Grenzen, teilweise gibt es schöne Aussichten auf den Eifelwald, der jetzt im Herbst geradezu dem Indian Summer Konkurrenz machen will.

    Bis auf einen kurzen Abschnitt nach Niederehe, wo es kurz über die Schottersteine einer alten Bahntrasse geht, war dies für mich vielleicht die bisher barfuß-freundlichste Etappe des Eifelsteigs.

    Anbei wie immer ein paar Bilder ...

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    Gruss,

    Christian
     
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  13. cgnkiller

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    So melde mich auch mal wieder, habe die Krankheitsphase erstmal hinter mir gelassen und begab mich auf Tour :)
    Am 01.10.2017 habe ich in Köln den Halbmarathon bestritten, und habe 01:56:39 gebraucht was ich den Umständen echt gut fand. Nun da ich mich auf dem Weg der Besserung befinde hoffe ich euch wieder beim Kilometerspiel unterstützen zu können.

    LG

    Chris

    PS: hier wat zum schauen

    http://marathon-photos.com/scripts/event.py?template=MPX2&new_search=1&event=Sports/GKDE/2017/Koln Marathon&match=10977&bib=10977
     
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  14. gueng

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    Da machst Du doch eine sehr passable Figur, Chris. Schön, dass Du wieder durchstartest!
     
  15. Christian Lemburg

    Christian Lemburg
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    Bei Superwetter konnte ich letztes Wochenende nun auch die 9. Etappe des Eifelsteigs laufen, von Hillesheim nach Gerolstein (ca. 20km).

    Die Etappe ist wunderschön und sehr abwechslungsreich - sie enthält im Bolsdorfer Tälchen nach Hillesheim am Anfang sogar einen Barfußpfad! - allerdings ist sie zum Schluß hin bei Gerolstein, wenn es um die Kalksteinfelsen von Auberg und Munterley geht (die Gerolsteiner Dolomiten), für Barfüßer relativ anspruchsvoll zu gehen. Der Grund dafür ist die Kombination aus Kalklehm und Kalkfelsen, aus der die Pfade bestehen - bei Nässe wird es hier an Steigungen sehr rutschig, da muss man barfuß gut auf seine Zehen aufpassen. Allerdings liegen natürlich genau die Highlights der Etappe - Auberg, Munterley, Buchenlochhöhle und Papenkaule - an dieser letzten Strecke. Insgesamt eine der schönsten Etappen bisher, am Ende halt eher etwas für Fortgeschrittene, und Vorsicht bei Nässe.

    Anbei wie immer ein paar Bilder dazu.

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    IMG_2812.JPG

    Gruss,

    Christian
     
  16. Yima

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    In dem Thread hier war zuletzt nicht viel los, schade. Ich freue mich immer von den Erfahrungen/Erlebnissen anderer Barfußläufer zu lesen, muß aber zugeben, daß ich auch nicht unbedingt fleißig bin, was das Posten eigener Laufberichte und so angeht.
    Anläßlich der Teilnahme am München Marathon am 08.10. über die 42k-Distanz nun doch ein paar Zeilen von mir...

    2014 hatte ich bereits am München Marathon teilgenommen und hatte ihn vom Start bis ins Ziel barfuß bewältigt.
    Da ich damals auf den letzten Kilometern etwas einbrach und zum Teil gegangen bin, war ich jedoch mit der Zeit von 4h 17m nicht wirklich zufrieden. Dieses Jahr wollte ich also unbedingt unter 4 h bleiben... und habe das auch mit knapp 3:59 geschafft.

    Hauptgrund dafür, daß es diesmal besser lief, war das verbesserte Training: In den 5 Monaten meiner Marathonvorbereitung habe ich 10 mal einen langen Lauf über 32 km absolviert. Auf spezifische Steigerungs- oder Intervallläufe und was sonst so an Quäleinheiten in den einschlägigen Trainingsplänen empfohlen wird, habe ich dagegen komplett verzichtet.

    Neben meiner generellen Abneigung gegen Tempoeinheiten etc. lag letzteres auch daran, daß ich mir im August eine Sehnen- oder Schleimbeutelentzündung am Schienbein ("Pes Anserinus Syndrom") eingefangen hatte. Ursache dafür war wohl, daß ich im Urlaub mit verspannter Oberschenkelmuskulatur gelaufen bin: Vor meiner ersten Trainingseinheit am Urlaubsort plantschte ich den halben Tag im kalten Atlantikwasser herum, und saß zudem die zwei vorangegangenen Tage praktisch non-stopp im Auto.
    Glücklicherweise hat sich die Reizung bis zum Marathon dann trotz moderatem Lauftraining deutlich abgeschwächt und beeinträchtigte mich während des Marathons nicht. Nach dem Marathon
    machte sich die Stelle am Knie dann freilich wieder etwas bemerkbar.

    Mein Hauptgegner während des Marathons war das Wetter. In der Früh am Start hatte es nur 9 Grad bei starkem Wind. Die erste Streckenhälfte war dann auch kein wirkliches (Barfuß-)Vergnügen.
    Der über weite Teile der Strecke feuchte Asphalt führte dazu, daß sich auf den letzten 10 km zunehmend Blasen bemerkbar machten. Zum Glück jedoch hielt die Haut am Ballen und am Zeh - dick genug ist sie ja - und auch die Schmerzen blieben im Rahmen.
    Kaum im Ziel sah die Sache dann anders aus: Großflächige Blasen machten jeden Schritt zur Qual.
    Ich denke, bei durchgehend abgetrockneter Strecke hätten sich die Blasen nicht entwickelt.

    Am Ziel hatte es rund 11°. Normalerweise habe ich keine Probleme in diesem Temperaturenbereich barfuß zu laufen. Nach dem Marathonlauf dauerte es hingegen eine ganze Weile, bis die Füße wieder normale Betriebstemperatur hatten, bzw. bis das sehr unangenehme Kribbeln verschwand. Es ist halt doch ein Unterschied, ob man 1,5 oder knapp 4 h barfuß der Witterung ausgesetzt ist.

    Die Blasen haben sich inzwischen weitgehend zurückgebildet, am vergangenen Wochenende, also eine Woche nach Teilnahme am Marathon, war sogar wieder eine kleine Barfußbergtour drin.
     
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